Völkerwanderung 2015

Ein Projekt von Element 3 und Theaterkollektiv Turbo Pascal in Kooperation mit dem Theater Freiburg

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Die Weltgeschichte ist eine Geschichte von Ein- und Auswanderungen, von Flucht, Aufbruch, Sehnsucht und Ankunft. Anknüpfend an das Theaterprojekt „Wir sind Deutschland“ (2013) im Freiburger Flüchtlingswohnheim Hammerschmiedstraße stellen wir uns die Frage, wie Stadtgeschichte als Migrationsgeschichte erzählt werden kann. Wo fängt unsere eigene Migrationsgeschichte an? Wir begeben uns auf eine Völkerwanderung entlang des Saums der Zeit. So unterschiedlich wie die Gründe, warum sich Menschen in Bewegung setzen, so unterschiedlich sind die Geschichten. Bereits mit Blick auf unsere Eltern und Großeltern sind wir fast alle Zugezogene. Der gemeinsame Nenner: die Stadt, in der wir jetzt leben.

Wir glauben, dass Littenweiler ein Stadtteil ist, in dem viele Geschichten von Aufbrüchen, Fluchten, Grenzübertritten, Umzügen, Ankünften und Niederlassungen gespeichert sind. Ob im Flüchtlingswohnheim, Studentenwohnheim oder Seniorenheim – überall lagern Erzählungen und Daten von Menschen, die mal irgendwohin aufgebrochen und angekommen sind – vielleicht woanders als sie dachten. Geschichten von Menschen, die gemeinsam mit anderen ein Ziel erreichen wollten oder immer noch wollen – sei es einen anderen Ort oder ein politisches Ziel. Dieses lebendige Archiv an Littenweiler Geschichten wollen wir in der „Völkerwanderung“ sichtbar, hörbar, erfahrbar machen und dabei möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sowie aktive Initiativen und Einrichtungen einbeziehen. Denn das Archiv besteht aus Menschen, die Geschichten erinnern und weitergeben und damit die Stadtteilgeschichte als kollektive Migrationsgeschichte erzählen.

Das Archiv entstand von März bis Mai 2015 und wurde im Theater Freiburg sowie rund um das Flüchtlingswohnheim Hammerschmiedstraße präsentiert. Mit dabei waren auch das Heim und Flucht Orchester und der Musikverein Littenweiler.

Klicken Sie hier für Eindrücke zu den Aufführungen!


Projektleitung: Margarethe Mehring-Fuchs, Ro Kuijpers, Kathrin Feldhaus, Veit Merkle, Eva Plischke, Frank Oberhäußer, Friedrich Greiling, Nina Hofmann

Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie das Kulturamt der Stadt Freiburg
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